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Journal
Lehrzeit 1
Created On: 04/11/09 14:19:50
Die Frau im Rollstuhl hatte immer die gleiche karierter Decke über ihren Körper gebreitet. Eigentlich sah ich überhaupt nur diese Decke..... und den viel zu großen Mantel darunter, indem man sie begraben hatte. Ihr Kopf in einem seltsam farblosen, dreieckigen Kopftuch aus dem nur die vogelähnliche, dünne Nase ragte.
Wenn ich nun daran denke, frage ich mich, ob es eine geheime Absprache zwischen dem Wagen und ihrem Rollstuhl gegeben hatte, denn immer, wenn sie von ihrem Sohn den Plattenweg vor dem Haus hinab geschoben wurde, genau in diesem Moment hielt der Wagen am Straßenrand und wenn der Rollstuhl dort angekommen war, stand die Klappe schon auf und der Fahrer war damit beschäftigt, metallische Schienen herauszuziehen, auf denen er den Rollstuhl gleich in den erhöhten, hinteren Teil des Wagens schieben würde.
Ein einziges Mal habe ich es erlebt, dass der Rollstuhl auf dem Gehweg warten musste. Einige Minuten nur und während ich begierig darauf lauerte, dass irgend etwas anders sein würde, dass diese Abweichung vom Normalen irgendetwas verändern würde, während ich dastand, den Vorhang leicht zur Seite gezogen und mein Blick einfach nicht abwenden konnte von dem wartenden Rollstuhl mit der vergraben Frau darauf und und dahinter ihr Sohn, ihr fürsorglicher, netter Sohn, der weder links noch rechts schaute. Es war nur dieses einzige Mal gewesen.... und nur ich schien die Abweichung von der alltäglichen Gleichförmigkeit zu bemerken.
Irgendwann einmal würde es diese Frau nicht mehr geben, kein Rollstuhl, kein Wagen, der am Straßenrand auf sie wartete. Irgendwann wäre meine Lehre zu Ende und beides lag so weit in der Zukunft dass ich es mir einfach nicht vorstellen konnte.
Irgendwann würde es nicht mehr diese Mittwochnachmittage geben, an denen die Praxis geschlossen war. Irgendwann würde ich nicht mehr hier sitzen und aufschreiben, was für die nächsten Tage zu bestellen war, würde nicht mehr die Zettel sortieren, nicht mehr Karteischübe öffnen und schließen, nicht mehr die Post mit dem hässlichen, abgenutzten 70er-Jahre-Orange-Plastikgriff-Brieföffner aufschlitzen, was sonst nur Marion tun durfte, aber es war Mittwoch und da hatte Marion andere Aufgaben.
Ich wusste nichts von dieser Frau. Er war ihr Sohn, obwohl ich mir nie wirklich vorstellen konnte, dass sie einmal etwas anderes gewesen war, als dieses zusammen gesunkene Bündel Mensch mit einer viel zu dünnen Nasenspitze. Es gab da dieses Bild einer nicht mehr ganz jungen, sehr energischen Frau, die mit starrem Blick angestrengt auf einen Punkt irgendwo neben dem Fotografen schaute, die Haare streng nach hinten gekämmt und zu einem altmodischen Dutt geknotet. Es hing auf der Holzverkleidung neben dem Karteischrank, direkt über den Kalender, dessen rote Markierung Marion jeden Morgen als erstes einen Tag weiter schob. Es hing so, als wollte die Frau auf dem Bild uns beobachten... etwas außerhalb des Blickfelds der Patienten, wenn sie vor dem Tresen standen, aber so, dass sie immer präsent war. Ich wusste, dass sie seine Mutter war...... aber für mich war es eine ganz andere Frau.
Ich wartete nie, bis der Wagen seine lebendig-tote Fracht aufgenommen hatte. Wenn draußen die Haustür ins Schloss fiel, saß ich immer schon, sortierte die Post...
----
Seine Schritte konnte ich nie hören. Ich sah seinen Schatten dunkel, verschwommen auf der undurchsichtigen Scheibe der Praxistür, wenn er kurz stehen blieb, um einen neuen Bonbon auszuwickeln und in den Mund zu schieben, ehe er die Tür öffnete.
Kleine, sorgfältig in grünem Papier verpackte Hustenbonbons, deren herumflatternden Papierhüllen in der Praxis allgegenwärtig waren. Er hatte sie immer im Mund... sein Unterkiefer, seine Lippen waren ständig in Bewegung, wenn er auf ihnen herumlutschte, beiläufig, so selbstverständlich wie das Schlagen seines Herzens oder sein Atmen.... und nicht nur selbstverständlich für ihn selbst, sondern auch für uns, die ihn niemals ohne dieses ständig bewegte Gesicht sahen und selbstverständlich für die Patienten, wenn sie öfters kamen, sich dieses Gesicht ohne Bewegung wohl nicht mehr vorstellen konnten.
Er lutschte sie nie ganz, immer nur, bis noch ein kleines Stück übrig geblieben war, dass mit einer flüchtigen Bewegungs seiner Hand in Richtung Mund in das aufgehobene Bonbonpapier gegeben wurde.... seine Zunge in diesem Moment für einen Sekundenbruchteil sichtbar.
Und sofort danach wurde mit derselben Beiläufigkeit ein neues Bonbon ausgewickelt und in den Mund geschoben. Er war sehr ernst und konzentriert, wenn er ihn zwischen die Finger nahmen, das zusammengedrehte Papiere auf jeder Seite öffnete, es leicht auseinanderstrich ehe er das hellgelbe Stück mit den Fingerspitzen zwischen seine Lippen schob. Manche Patienten verstummten in diesem Moment und sein "Reden sie ruhig... ich höre zu..." war ein selbstverständliches Teil des ganzen Rituals.
Sie lagen überall in der Praxis herum. Kleine, zusammengeknüllte, grüne Papierbällchen, die von Marion und mir ständig eingesammelt werden mussten und nur ganz selten (ich erinnere mich nur an vier oder fünf Situationen) war es vorgekommen, dass seine Taschen leer waren und ich zur Apotheke am Ende der Straße lief, Nachschub für den Rest des Tages zu holen.
Marion musste nie gehen.
----
Ich beobachtet sie heimlich, wenn sie mit dem Rücken zu mir sass und mit halblauter Stimme Namen und Daten murmelte, die sie mit dem Stift in die Karteikarten übertrug.
Sie hatte diese vulgäre Fülligkeit, die manchen Frauen etwas schmuddeliges, billiges gab und sie vor ihrer Zeit alt machte. Es war egal wie sehr sie sich schminkte, ihre kleinen, wurstigen Finger mit sauber geschnittene Nägel spreizte. Sie hatte diese seltsam, altbackene Frisur mit ihren übertriebenen Locken, die über die Wochen langsam den Halt verloren, um dann in irgend einem billigeren Friseursalon mit genauso altbackene Neonnamen über der Fensterfront wieder in Form gezwungen zu werden.
Es war völlig sinnlos. Marion blieb immer die verunglückte Kombination aus zu engen Pullovern, durch deren Stoff sich die wulstigen Einschnürungen ihrer strammen BHs hindurchdrückten, unvorteilhaften Blusen und Röcke oder billige Stoffhosen, stramm um die qualligen Hüften.
Und im ersten Sommer mein hypnotisierter Blick auf die zusammen gepressten Zehen, die vorn aus dem Loch ihrer altmodischen Sommersandalen hervorquollen. Sie war wie eine dieser verunglückten Mütter vergangener Schulfeste, völlig falsch in diesem Leben und gleichzeitig völlig sie selbst, eine lebende Unmöglichkeit, jemals etwas anderes zu werden. Sie war kaum älter als ich und schien mir doch schon fast gestorben.
Wenn sie lachte.... immer etwas übertrieben, etwas zu schrill und die kleinen Augen dabei weit aufgerissen um Anerkennung bittend ... (und dabei niemals der geringste Zweifel an sich selbst)... dann war alles ein blasshäutiges Schwabbeln.... der kleine Schweinchenmund... ihr Doppelkinn bis zu denen weichen, BH-gebändigten Brüsten.
Ich sah den Neid in jeder ihrer kleinen Boshaftigkeiten, die mich durch meine Tage begleiteten. Es war mir egal .... sie konnte mich nicht besiegen.
----
Es war kein wirklicher Zufall gewesen.... eher eine Gelegenheit, die schon lange auf mich gewartet hatte ....und wenn nicht in dieser Woche dann in einer der folgenden die Sprechzimmertür so weit geöffnet hätte, dass ich es einfach tun musste.
Und dann, in meiner Hand ein paar Rezepte, fertig ausgeführt, nur die Unterschrift dieses Arztes, dieses Sohnes fehlte noch..... diese Rezepte Ausweis meiner unverdächtigen Absichten und mein Schutzschild gegen Vorwurf und Empörung... dann schob ich die Sprechzimmertür vorsichtig auf.
Schweigend, lange Momente in denen sich unsere Augen trafen...... Momente, in denen Marion mich mit hektisch rotem Gesicht, starr, endlich auftrumpfend ansah... kein Wort, stumm. Ihr Kittel nicht aufgeknüpft, nur etwas hochgeschoben.... , keine nackten Schenkel, kein nackter Bauch..... nur ihre Bluse oben etwas geöffnet ...dort der warme, helle Ansatz ihrer bebenden Brüste..... mehr nicht.
Und vor ihr auf dem Boden kniend, den Rücken zur Tür, der Sohn dieser Frau auf dem Bild, die jetzt nur noch als vertrocknetes Stück Mensch in einem Rollstuhl war.... sein Gesicht fest gegen Marions Hose gepresst, dort wo ihr Geschlecht sein musste, fest gegen diesen Unterleib gepresst von Marions Händen..... schwer atmend seine Worte dort hinein murmelnd....
-------
Manchmal wünschte ich mir, die Frau hätte aus ihrem Rollstuhl zu mir geschaut, ein einziges Mal nur den Kopf umgewandt und zum Fenster herübergeschaut und unsere Blicke hätten sich getroffen, einmal nur .....und wir hätten beide gewusst, was unser Geheimnis war. Aber es geschah nie. Kein einziges Mal.
Wenn ich nun daran denke, bin ich mir sicher, dass es nur mein Geheimnis ist.... dass sie einfach nur diese Frau auf dem Bild war.
Und ich frage mich, warum ich niemals gesehen habe, wie der Wagen Sie zurückbracht.
Wenn ich nun daran denke, frage ich mich, ob es eine geheime Absprache zwischen dem Wagen und ihrem Rollstuhl gegeben hatte, denn immer, wenn sie von ihrem Sohn den Plattenweg vor dem Haus hinab geschoben wurde, genau in diesem Moment hielt der Wagen am Straßenrand und wenn der Rollstuhl dort angekommen war, stand die Klappe schon auf und der Fahrer war damit beschäftigt, metallische Schienen herauszuziehen, auf denen er den Rollstuhl gleich in den erhöhten, hinteren Teil des Wagens schieben würde.
Ein einziges Mal habe ich es erlebt, dass der Rollstuhl auf dem Gehweg warten musste. Einige Minuten nur und während ich begierig darauf lauerte, dass irgend etwas anders sein würde, dass diese Abweichung vom Normalen irgendetwas verändern würde, während ich dastand, den Vorhang leicht zur Seite gezogen und mein Blick einfach nicht abwenden konnte von dem wartenden Rollstuhl mit der vergraben Frau darauf und und dahinter ihr Sohn, ihr fürsorglicher, netter Sohn, der weder links noch rechts schaute. Es war nur dieses einzige Mal gewesen.... und nur ich schien die Abweichung von der alltäglichen Gleichförmigkeit zu bemerken.
Irgendwann einmal würde es diese Frau nicht mehr geben, kein Rollstuhl, kein Wagen, der am Straßenrand auf sie wartete. Irgendwann wäre meine Lehre zu Ende und beides lag so weit in der Zukunft dass ich es mir einfach nicht vorstellen konnte.
Irgendwann würde es nicht mehr diese Mittwochnachmittage geben, an denen die Praxis geschlossen war. Irgendwann würde ich nicht mehr hier sitzen und aufschreiben, was für die nächsten Tage zu bestellen war, würde nicht mehr die Zettel sortieren, nicht mehr Karteischübe öffnen und schließen, nicht mehr die Post mit dem hässlichen, abgenutzten 70er-Jahre-Orange-Plastikgriff-Brieföffner aufschlitzen, was sonst nur Marion tun durfte, aber es war Mittwoch und da hatte Marion andere Aufgaben.
Ich wusste nichts von dieser Frau. Er war ihr Sohn, obwohl ich mir nie wirklich vorstellen konnte, dass sie einmal etwas anderes gewesen war, als dieses zusammen gesunkene Bündel Mensch mit einer viel zu dünnen Nasenspitze. Es gab da dieses Bild einer nicht mehr ganz jungen, sehr energischen Frau, die mit starrem Blick angestrengt auf einen Punkt irgendwo neben dem Fotografen schaute, die Haare streng nach hinten gekämmt und zu einem altmodischen Dutt geknotet. Es hing auf der Holzverkleidung neben dem Karteischrank, direkt über den Kalender, dessen rote Markierung Marion jeden Morgen als erstes einen Tag weiter schob. Es hing so, als wollte die Frau auf dem Bild uns beobachten... etwas außerhalb des Blickfelds der Patienten, wenn sie vor dem Tresen standen, aber so, dass sie immer präsent war. Ich wusste, dass sie seine Mutter war...... aber für mich war es eine ganz andere Frau.
Ich wartete nie, bis der Wagen seine lebendig-tote Fracht aufgenommen hatte. Wenn draußen die Haustür ins Schloss fiel, saß ich immer schon, sortierte die Post...
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Seine Schritte konnte ich nie hören. Ich sah seinen Schatten dunkel, verschwommen auf der undurchsichtigen Scheibe der Praxistür, wenn er kurz stehen blieb, um einen neuen Bonbon auszuwickeln und in den Mund zu schieben, ehe er die Tür öffnete.
Kleine, sorgfältig in grünem Papier verpackte Hustenbonbons, deren herumflatternden Papierhüllen in der Praxis allgegenwärtig waren. Er hatte sie immer im Mund... sein Unterkiefer, seine Lippen waren ständig in Bewegung, wenn er auf ihnen herumlutschte, beiläufig, so selbstverständlich wie das Schlagen seines Herzens oder sein Atmen.... und nicht nur selbstverständlich für ihn selbst, sondern auch für uns, die ihn niemals ohne dieses ständig bewegte Gesicht sahen und selbstverständlich für die Patienten, wenn sie öfters kamen, sich dieses Gesicht ohne Bewegung wohl nicht mehr vorstellen konnten.
Er lutschte sie nie ganz, immer nur, bis noch ein kleines Stück übrig geblieben war, dass mit einer flüchtigen Bewegungs seiner Hand in Richtung Mund in das aufgehobene Bonbonpapier gegeben wurde.... seine Zunge in diesem Moment für einen Sekundenbruchteil sichtbar.
Und sofort danach wurde mit derselben Beiläufigkeit ein neues Bonbon ausgewickelt und in den Mund geschoben. Er war sehr ernst und konzentriert, wenn er ihn zwischen die Finger nahmen, das zusammengedrehte Papiere auf jeder Seite öffnete, es leicht auseinanderstrich ehe er das hellgelbe Stück mit den Fingerspitzen zwischen seine Lippen schob. Manche Patienten verstummten in diesem Moment und sein "Reden sie ruhig... ich höre zu..." war ein selbstverständliches Teil des ganzen Rituals.
Sie lagen überall in der Praxis herum. Kleine, zusammengeknüllte, grüne Papierbällchen, die von Marion und mir ständig eingesammelt werden mussten und nur ganz selten (ich erinnere mich nur an vier oder fünf Situationen) war es vorgekommen, dass seine Taschen leer waren und ich zur Apotheke am Ende der Straße lief, Nachschub für den Rest des Tages zu holen.
Marion musste nie gehen.
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Ich beobachtet sie heimlich, wenn sie mit dem Rücken zu mir sass und mit halblauter Stimme Namen und Daten murmelte, die sie mit dem Stift in die Karteikarten übertrug.
Sie hatte diese vulgäre Fülligkeit, die manchen Frauen etwas schmuddeliges, billiges gab und sie vor ihrer Zeit alt machte. Es war egal wie sehr sie sich schminkte, ihre kleinen, wurstigen Finger mit sauber geschnittene Nägel spreizte. Sie hatte diese seltsam, altbackene Frisur mit ihren übertriebenen Locken, die über die Wochen langsam den Halt verloren, um dann in irgend einem billigeren Friseursalon mit genauso altbackene Neonnamen über der Fensterfront wieder in Form gezwungen zu werden.
Es war völlig sinnlos. Marion blieb immer die verunglückte Kombination aus zu engen Pullovern, durch deren Stoff sich die wulstigen Einschnürungen ihrer strammen BHs hindurchdrückten, unvorteilhaften Blusen und Röcke oder billige Stoffhosen, stramm um die qualligen Hüften.
Und im ersten Sommer mein hypnotisierter Blick auf die zusammen gepressten Zehen, die vorn aus dem Loch ihrer altmodischen Sommersandalen hervorquollen. Sie war wie eine dieser verunglückten Mütter vergangener Schulfeste, völlig falsch in diesem Leben und gleichzeitig völlig sie selbst, eine lebende Unmöglichkeit, jemals etwas anderes zu werden. Sie war kaum älter als ich und schien mir doch schon fast gestorben.
Wenn sie lachte.... immer etwas übertrieben, etwas zu schrill und die kleinen Augen dabei weit aufgerissen um Anerkennung bittend ... (und dabei niemals der geringste Zweifel an sich selbst)... dann war alles ein blasshäutiges Schwabbeln.... der kleine Schweinchenmund... ihr Doppelkinn bis zu denen weichen, BH-gebändigten Brüsten.
Ich sah den Neid in jeder ihrer kleinen Boshaftigkeiten, die mich durch meine Tage begleiteten. Es war mir egal .... sie konnte mich nicht besiegen.
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Es war kein wirklicher Zufall gewesen.... eher eine Gelegenheit, die schon lange auf mich gewartet hatte ....und wenn nicht in dieser Woche dann in einer der folgenden die Sprechzimmertür so weit geöffnet hätte, dass ich es einfach tun musste.
Und dann, in meiner Hand ein paar Rezepte, fertig ausgeführt, nur die Unterschrift dieses Arztes, dieses Sohnes fehlte noch..... diese Rezepte Ausweis meiner unverdächtigen Absichten und mein Schutzschild gegen Vorwurf und Empörung... dann schob ich die Sprechzimmertür vorsichtig auf.
Schweigend, lange Momente in denen sich unsere Augen trafen...... Momente, in denen Marion mich mit hektisch rotem Gesicht, starr, endlich auftrumpfend ansah... kein Wort, stumm. Ihr Kittel nicht aufgeknüpft, nur etwas hochgeschoben.... , keine nackten Schenkel, kein nackter Bauch..... nur ihre Bluse oben etwas geöffnet ...dort der warme, helle Ansatz ihrer bebenden Brüste..... mehr nicht.
Und vor ihr auf dem Boden kniend, den Rücken zur Tür, der Sohn dieser Frau auf dem Bild, die jetzt nur noch als vertrocknetes Stück Mensch in einem Rollstuhl war.... sein Gesicht fest gegen Marions Hose gepresst, dort wo ihr Geschlecht sein musste, fest gegen diesen Unterleib gepresst von Marions Händen..... schwer atmend seine Worte dort hinein murmelnd....
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Manchmal wünschte ich mir, die Frau hätte aus ihrem Rollstuhl zu mir geschaut, ein einziges Mal nur den Kopf umgewandt und zum Fenster herübergeschaut und unsere Blicke hätten sich getroffen, einmal nur .....und wir hätten beide gewusst, was unser Geheimnis war. Aber es geschah nie. Kein einziges Mal.
Wenn ich nun daran denke, bin ich mir sicher, dass es nur mein Geheimnis ist.... dass sie einfach nur diese Frau auf dem Bild war.
Und ich frage mich, warum ich niemals gesehen habe, wie der Wagen Sie zurückbracht.
Zeitsprung zurück: 21.10.2007 21:54
Created On: 04/11/09 14:17:16
Mein Tagebuch am 21.10.2007 21:54
Sklavin 23 - die Schenkel ganz nass
Langsam, wie in einem bizarren Traum waren seit dem Frühjahr die Puzzlestücke auf mich herabgeschneit und ich hatte versucht, sie aufzufangen, war atemlos hin und her gerannt, immer in der unausgesprochenen Angst, eins übersehen, eins nicht zu erreichen, ehe es in den Dreck fällt ..... und vielleicht niemals das Bild von Sklavin 23 wirklich zu sehen.
Und immer immer wieder hatte ich sie neu zusammengesetzt.... hatte versucht zu verstehen, welches Bild von Sklavin 23 erscheinen würde... wer sie wirklich war...... und nie war es vollständig..... niemals wirklich zu spüren....... und ich wollte nicht verstehen, dass ich nur sehen konnte, was in mir selbst lebendig war.

Oh ja.... und alle außer mir wussten natürlich ganz genau, wie es sein musste, was ich leben sollte, was Wahrheit, was Fiktion, was gesund und was krank war.
HW, erst so zögerlich, so sehr auf "gesunden Menschenverstand" pochend, stets die Realitäten fest im Blick, die Bilder meiner Obsessionen für ihn fiebrige Fantasien, weit entfernt davon, mich...... uns aufzusaugen.... unser Leben zu sein.... nein, nicht aus Furcht um mich, um eine Verlorenheit.... nur und einzig, weil das, was er hinter den Spiegel vermutete, nicht perfekt genug war, zu chaotisch... zu sehr Geilheit, Obsession, Irrsinn.... zu wenig planbar, analytisch, fassbar.
HW... ein Herr ? Mein Herr ? Mein wirklicher, realer Herr, dem ich gehöre..... für immer ? mein Herr, dessen Macht ich mit dem Aufschlagen meiner Augen am Morgen sofort spüre.... dessen Macht über mich, über mein Leben mich durch den Tag führt und nicht einmal damit endet, dass ich am Abend in den Schlaf falle ?
Jedes seiner Worte, jeder Moment, wo er mich einsperrte, benutzte, weggab, schlug, fickte, peitschte, demütigte, jeder Blick auf seine Hand, seinen Penis vor meinem Gesicht, die Reitgerte in seiner Hand..... jeder diese winzigen Momente war ein einzelnes Teil, dass ich einfach nicht in ein großes Bild fügen wollte, weil da gleichzeitig dieses viel grössere Zahl von Bildern war.... normal, Alltag.
Ein HERR, MEIN HERR würde mich ganz besitzen..... würde nicht seine Gedanken verschwenden an die, die ich einmal war, würde nicht die Frau sehen sondern nur eine Sklavin..... seine Sklavin in diesem Augenblick.... morgen schon fremdes Objekt, weggegeben ohne Bedauern.
"Ja, Herr!" würde ich sagen und jeden seiner Befehle sofort befolgen ohne zu denken, ohne zu werten..... würde mich auf den Boden werfen vor ihm, meine Pobacken für ihn spreizen.... mein Hinterloch, meine Vagina für ihn öffnen zwischen dem rot gestriemten Fleisch meines Arsches, meiner Schenkel, würde betteln, dass er benutzt, was ihm gehört.
" Bitte, Herr!" würde ich sagen, " fickte mich, bis ich blute, bis euer Sperma meine Schenkel hinab läuft!" Und ich würde schreien vor Geilheit bei jedem Stoß und ich würde um Schläge betteln danach, weil meine Geilheit noch nicht groß genug, nicht rein genug war für meinen Herrn.... für mich selbst.
Mein Herr würde mich ganz besitzen.... meine Brüste an den Ringen anketten, weil sie ihm gehören... meine Vagina mit Schlössern absperren, die feuchte Tiefe meiner Selbst meinem eigenen Griff entzogen, zugänglich nur nach seinem Willen.... mein Mund, meine Zunge so selbstverständlich benutzt wie alles andere in seinem Haus.
Mein Herr würde nicht wissen wollen, was ich denke, was ich fühle..... weil es unwichtig ist.... weil es ihn nicht interessiert. Er würde mich peitschen für jeden Fehler.... oder einfach, weil er Freude an meinem Brüllen und Schreien hat..... "Ja, schlagt mich, Herr" würde ich in meinen Knebel stöhnen, wenn er fragt, ob ich es verdient habe.... "Schlagt mich bis ich nicht mehr schreien kann, Herr ! Schlagt mich, bis meine Pobacken rot gestriemt sind !"
Mein Herr würde mich am Morgen wecken und ich würde in derselben Sekunde seine Sklavin sein, ohne einen Moment des Zögerns, ohne überlegen. Ich würde es überstreifen wie einen schwarzen Anzug, der mich ganz umhüllt und keine Zweifel erlaubt. Ich wäre nur diese Nichtexistenz meiner selbst, ich würde meinen Herrn um die Luft zum Atmen bitten, um jeden Brocken Nahrung, um jede Berührung und jedes Wort.... und ich würde es ganz spüren, ganz wissen, in jeder Sekunde, bei jedem Gedanken, bei jedem Atemzug.... das ich Sklavin bin.
HW wollte dieser Herr nicht sein.... nicht ER der dienstbare Geist MEINER dunklen Träume.... und liess mich so oft allein mit mir und meiner fiebrigen Erregung. Und ich war Sklavin nur, wenn er mich rief...... wenn er mir die viel zu kleinen Stücke seiner Zeit zuwarf, nach denen ich so gierig schnappte.
Und ich sah die anderen Sklavinnen, sah, wie sie benutzt wurden, hörte ihr Stöhnen, ihren Schmerz, ihre Orgasmen. Ich sah ihre Geilheit und die Lust derer, die sie fesselten, benutzten, schlugen.... ich sah ihre Verzweiflung, die meine Verzweiflung war, dieses Sehnen nach dem Ganzen, nach einer anderen Wirklichkeit ohne unsere alltäglichen Brüche, ohne das ständige, angstvolle Schielen auf das reale Hier vor dem Spiegel, der uns vor unserem Alltag verbarg.
Und ich sah meine Eifersucht. Eifersucht auf jeden Augenblick, der ihnen gehörte, den anderen.... jedes kleine Stück Zeit, das mir genommen war.... wenn HW seinen Stolz aus ihren hechelnden Orgasmen zog, aus dem geilheittropfenden Lob anderer Männer, die sie benutzen durften. Ich sah meine Eifersucht, sich als Sklavin hinzugeben, hinter dem Spiegel zu sein.... und ich hier im banalen, realen Jetzt zurückgelassen..... ohne Widerspruch, still
Und ich sah IHRE Eifersucht, wenn andere Sklavinnen die Aufmerksamkeit ihrer Herrn bekamen..... und sie selbst ihre Zeit im banalen, realen Jetzt zerkauen mussten und nicht die Traumverlorenheit der anderen Seite atmen durften.....
Und ihr, die das hier lest? Seht ihr auch, was ich sehen kann? Heute sehen kann ? (Und ich weiss nur zu gut, wie jede Zeile bewertet, durchgekaut wird.... und mir als Email um die Ohren gehauen) Nein, ihr seht nur das Spiegelbild eurer eigenen Vorstellung.... nichts, was wirklich mein Leben ist.... nicht die vielen tausend Fragmente, die zusammen einen Tag ergeben, die jedes einzelne gesiebt, gewogen, sortiert und neu dem Tag hinzugefügt werden.... bis 24 Stunden gefüllt sind.
Und ich beginne, meine winzigen Puzzlestücke zusammenzufügen, MEINE Wünsche und MEIN Wollen als Teil dieses ganzen verrückt-atemlosen Anderslebens zu sehen.... zu akzeptieren. Herr, Dom, Top als die teilweise blind-nichtwahrnehmenden Männer zu verstehen, die sie leider oft sind..... unfähig zu sehen, was wir BRAUCHEN... wie unser Leben sein MUSS, damit wir es leben können. Und ich warte nicht auf IHR Verstehen unserer vorsichtigen Fingerzeige, auf ihr eigenes Begreifen, dass nicht nur Nehmen sondern auch Geben ... nicht nur geforderte Macht über uns.... sondern auch diese Macht gelebt, angewandt, durchgesetzt.... dass immer beides zu diesem wahnsinnigen, wirbelnden Tanz gehört.
Ist es so schwierig ? Eine wirkliche Sklavin will in jedem Moment wissen, unterworfen, Besitz zu sein..... nicht sie selbst, sondern Objekt fremder Bestimmung. Aber es ist nicht an uns, die Möglichkeiten zu schaffen, das Netz, das uns trägt, auffängt, gefangen hält...... es ist an den Herrn, die uns besitzen.
Und jetzt bin ich ganz Sklavin23, der ihre frische Lust die Schenkel herunterläuft, sich mit der Lust der anderen vermischt zu hellen Krusten erstarrt.... deren irre Vagina sich spritzend zuckend vergossen hat auf die Geschlechter der überraschten, lachenden Männer ... jetzt meine Augen ganz offen und klar und ohne Zweifel.
Und jetzt bin ich ganz Sklavin23, die gesagt, geflüstert, gestammelt, geschrien hat..... "Ja, schlagt mich, Herr" und als er fragte, ob ich es verdient habe.... "Schlagt mich bis ich nicht mehr schreien kann, Herr ! Schlagt mich, bis meine Pobacken rot gestriemt sind !".
Und jetzt bin ich ganz Sklavin23, die immer und immer und immer wieder nur dies wollte.... " Bitte, Herr!" hatte ich geflüstert.... jedes Mal, " fickte mich, bis ich blute, bis euer Sperma meine Schenkel hinab läuft!"
Und ich habe HWs Worte, sein Versprechen, den Schwur all der anderen..... unser Leben hinter die Spiegel zu bannen.... uns dort anzuketten, wo wir einzig sein wollen.......
Worüber ich mich freue ...... dass es langsam verstanden wird.
Sklavin 23 - die Schenkel ganz nass
Langsam, wie in einem bizarren Traum waren seit dem Frühjahr die Puzzlestücke auf mich herabgeschneit und ich hatte versucht, sie aufzufangen, war atemlos hin und her gerannt, immer in der unausgesprochenen Angst, eins übersehen, eins nicht zu erreichen, ehe es in den Dreck fällt ..... und vielleicht niemals das Bild von Sklavin 23 wirklich zu sehen.
Und immer immer wieder hatte ich sie neu zusammengesetzt.... hatte versucht zu verstehen, welches Bild von Sklavin 23 erscheinen würde... wer sie wirklich war...... und nie war es vollständig..... niemals wirklich zu spüren....... und ich wollte nicht verstehen, dass ich nur sehen konnte, was in mir selbst lebendig war.

Oh ja.... und alle außer mir wussten natürlich ganz genau, wie es sein musste, was ich leben sollte, was Wahrheit, was Fiktion, was gesund und was krank war.
HW, erst so zögerlich, so sehr auf "gesunden Menschenverstand" pochend, stets die Realitäten fest im Blick, die Bilder meiner Obsessionen für ihn fiebrige Fantasien, weit entfernt davon, mich...... uns aufzusaugen.... unser Leben zu sein.... nein, nicht aus Furcht um mich, um eine Verlorenheit.... nur und einzig, weil das, was er hinter den Spiegel vermutete, nicht perfekt genug war, zu chaotisch... zu sehr Geilheit, Obsession, Irrsinn.... zu wenig planbar, analytisch, fassbar.
HW... ein Herr ? Mein Herr ? Mein wirklicher, realer Herr, dem ich gehöre..... für immer ? mein Herr, dessen Macht ich mit dem Aufschlagen meiner Augen am Morgen sofort spüre.... dessen Macht über mich, über mein Leben mich durch den Tag führt und nicht einmal damit endet, dass ich am Abend in den Schlaf falle ?
Jedes seiner Worte, jeder Moment, wo er mich einsperrte, benutzte, weggab, schlug, fickte, peitschte, demütigte, jeder Blick auf seine Hand, seinen Penis vor meinem Gesicht, die Reitgerte in seiner Hand..... jeder diese winzigen Momente war ein einzelnes Teil, dass ich einfach nicht in ein großes Bild fügen wollte, weil da gleichzeitig dieses viel grössere Zahl von Bildern war.... normal, Alltag.
Ein HERR, MEIN HERR würde mich ganz besitzen..... würde nicht seine Gedanken verschwenden an die, die ich einmal war, würde nicht die Frau sehen sondern nur eine Sklavin..... seine Sklavin in diesem Augenblick.... morgen schon fremdes Objekt, weggegeben ohne Bedauern.
"Ja, Herr!" würde ich sagen und jeden seiner Befehle sofort befolgen ohne zu denken, ohne zu werten..... würde mich auf den Boden werfen vor ihm, meine Pobacken für ihn spreizen.... mein Hinterloch, meine Vagina für ihn öffnen zwischen dem rot gestriemten Fleisch meines Arsches, meiner Schenkel, würde betteln, dass er benutzt, was ihm gehört.
" Bitte, Herr!" würde ich sagen, " fickte mich, bis ich blute, bis euer Sperma meine Schenkel hinab läuft!" Und ich würde schreien vor Geilheit bei jedem Stoß und ich würde um Schläge betteln danach, weil meine Geilheit noch nicht groß genug, nicht rein genug war für meinen Herrn.... für mich selbst.
Mein Herr würde mich ganz besitzen.... meine Brüste an den Ringen anketten, weil sie ihm gehören... meine Vagina mit Schlössern absperren, die feuchte Tiefe meiner Selbst meinem eigenen Griff entzogen, zugänglich nur nach seinem Willen.... mein Mund, meine Zunge so selbstverständlich benutzt wie alles andere in seinem Haus.
Mein Herr würde nicht wissen wollen, was ich denke, was ich fühle..... weil es unwichtig ist.... weil es ihn nicht interessiert. Er würde mich peitschen für jeden Fehler.... oder einfach, weil er Freude an meinem Brüllen und Schreien hat..... "Ja, schlagt mich, Herr" würde ich in meinen Knebel stöhnen, wenn er fragt, ob ich es verdient habe.... "Schlagt mich bis ich nicht mehr schreien kann, Herr ! Schlagt mich, bis meine Pobacken rot gestriemt sind !"
Mein Herr würde mich am Morgen wecken und ich würde in derselben Sekunde seine Sklavin sein, ohne einen Moment des Zögerns, ohne überlegen. Ich würde es überstreifen wie einen schwarzen Anzug, der mich ganz umhüllt und keine Zweifel erlaubt. Ich wäre nur diese Nichtexistenz meiner selbst, ich würde meinen Herrn um die Luft zum Atmen bitten, um jeden Brocken Nahrung, um jede Berührung und jedes Wort.... und ich würde es ganz spüren, ganz wissen, in jeder Sekunde, bei jedem Gedanken, bei jedem Atemzug.... das ich Sklavin bin.
HW wollte dieser Herr nicht sein.... nicht ER der dienstbare Geist MEINER dunklen Träume.... und liess mich so oft allein mit mir und meiner fiebrigen Erregung. Und ich war Sklavin nur, wenn er mich rief...... wenn er mir die viel zu kleinen Stücke seiner Zeit zuwarf, nach denen ich so gierig schnappte.
Und ich sah die anderen Sklavinnen, sah, wie sie benutzt wurden, hörte ihr Stöhnen, ihren Schmerz, ihre Orgasmen. Ich sah ihre Geilheit und die Lust derer, die sie fesselten, benutzten, schlugen.... ich sah ihre Verzweiflung, die meine Verzweiflung war, dieses Sehnen nach dem Ganzen, nach einer anderen Wirklichkeit ohne unsere alltäglichen Brüche, ohne das ständige, angstvolle Schielen auf das reale Hier vor dem Spiegel, der uns vor unserem Alltag verbarg.
Und ich sah meine Eifersucht. Eifersucht auf jeden Augenblick, der ihnen gehörte, den anderen.... jedes kleine Stück Zeit, das mir genommen war.... wenn HW seinen Stolz aus ihren hechelnden Orgasmen zog, aus dem geilheittropfenden Lob anderer Männer, die sie benutzen durften. Ich sah meine Eifersucht, sich als Sklavin hinzugeben, hinter dem Spiegel zu sein.... und ich hier im banalen, realen Jetzt zurückgelassen..... ohne Widerspruch, still
Und ich sah IHRE Eifersucht, wenn andere Sklavinnen die Aufmerksamkeit ihrer Herrn bekamen..... und sie selbst ihre Zeit im banalen, realen Jetzt zerkauen mussten und nicht die Traumverlorenheit der anderen Seite atmen durften.....
Und ihr, die das hier lest? Seht ihr auch, was ich sehen kann? Heute sehen kann ? (Und ich weiss nur zu gut, wie jede Zeile bewertet, durchgekaut wird.... und mir als Email um die Ohren gehauen) Nein, ihr seht nur das Spiegelbild eurer eigenen Vorstellung.... nichts, was wirklich mein Leben ist.... nicht die vielen tausend Fragmente, die zusammen einen Tag ergeben, die jedes einzelne gesiebt, gewogen, sortiert und neu dem Tag hinzugefügt werden.... bis 24 Stunden gefüllt sind.
Und ich beginne, meine winzigen Puzzlestücke zusammenzufügen, MEINE Wünsche und MEIN Wollen als Teil dieses ganzen verrückt-atemlosen Anderslebens zu sehen.... zu akzeptieren. Herr, Dom, Top als die teilweise blind-nichtwahrnehmenden Männer zu verstehen, die sie leider oft sind..... unfähig zu sehen, was wir BRAUCHEN... wie unser Leben sein MUSS, damit wir es leben können. Und ich warte nicht auf IHR Verstehen unserer vorsichtigen Fingerzeige, auf ihr eigenes Begreifen, dass nicht nur Nehmen sondern auch Geben ... nicht nur geforderte Macht über uns.... sondern auch diese Macht gelebt, angewandt, durchgesetzt.... dass immer beides zu diesem wahnsinnigen, wirbelnden Tanz gehört.
Ist es so schwierig ? Eine wirkliche Sklavin will in jedem Moment wissen, unterworfen, Besitz zu sein..... nicht sie selbst, sondern Objekt fremder Bestimmung. Aber es ist nicht an uns, die Möglichkeiten zu schaffen, das Netz, das uns trägt, auffängt, gefangen hält...... es ist an den Herrn, die uns besitzen.
Und jetzt bin ich ganz Sklavin23, der ihre frische Lust die Schenkel herunterläuft, sich mit der Lust der anderen vermischt zu hellen Krusten erstarrt.... deren irre Vagina sich spritzend zuckend vergossen hat auf die Geschlechter der überraschten, lachenden Männer ... jetzt meine Augen ganz offen und klar und ohne Zweifel.
Und jetzt bin ich ganz Sklavin23, die gesagt, geflüstert, gestammelt, geschrien hat..... "Ja, schlagt mich, Herr" und als er fragte, ob ich es verdient habe.... "Schlagt mich bis ich nicht mehr schreien kann, Herr ! Schlagt mich, bis meine Pobacken rot gestriemt sind !".
Und jetzt bin ich ganz Sklavin23, die immer und immer und immer wieder nur dies wollte.... " Bitte, Herr!" hatte ich geflüstert.... jedes Mal, " fickte mich, bis ich blute, bis euer Sperma meine Schenkel hinab läuft!"
Und ich habe HWs Worte, sein Versprechen, den Schwur all der anderen..... unser Leben hinter die Spiegel zu bannen.... uns dort anzuketten, wo wir einzig sein wollen.......
Worüber ich mich freue ...... dass es langsam verstanden wird.
Jetzt - am 17.10.2007 18:00
Created On: 04/11/09 14:13:00
2009:
Wieviel zu lange habe ich gewartet ? Soviel, dass ich fast an meiner Zerissenheit zugrunde gegangen wäre.
Ja... wir SIND unsere Obesession.
Und doch... wenn ich Katja sehe, sie höre, wenn ich ihre Scham danach sehe, wenn ich ihre Verzweiflung sehe, wenn sie wieder schwört, niemals wieder zu kommen.... und wenn sie dann doch wieder vor der Tür steht... doch wieder gepeitscht werden will... doch wieder gedemütigt werden will... schreien und weinen MUSS.
Dann frage ich mich, was das Gute von dem Bösen trennt.
Mein Tagebuch am 17.10.2007 18:00
Wieviel zu lange habe ich gewartet ?
Und warum ist es so unmöglich, dieses Gefühl zu lenken, es einzufordern von mir selbst ?
Das Wissen, richtig zu sein, keine Schuld zu tragen, ich sein zu dürfen ? Den Zorn auf die Bilder in meinem Kopf und dieses Auskotzen der Worte aus meinem Ich.

Vielleicht war es einfach diese schmierige Selbstzufriedenheit in seiner Stimme..... dieses typisch männliche Sichzurücklehnen-Ichbinfertigmitdir-Warichnichtklasse, das so völlig ohne Selbstzweifel den holzschnittartigen, eindimensional Blick auf das Geschehene in öligen Worten und selbstzufriedenem Schmatzen zusammenfasst...... das und meine plötzliche Verwunderung, wieso ich mich so schwer tat..... wieso mein Zweifeln an mir selbst, wenn jemand wie er ohne besonderes Können, ohne irgend etwas, das ihn herausheben würde aus der langen Reihe derer, die meinen, Herr zu sein, mein Dom für ein paar Stunden, ein Edelstein in der Krone der Schöpfung....... wenn nicht sogar die Krönung des Ganzen selbst...... wenn so jemand dasitzen konnte in seinem Zigarettenrauch, ohne Grübeln, ohne die Frage nach Wollen, Müssen, Können, Dürfen.... nach dem Warum ?
Er hatte mich nicht das erste Mal gehabt..... vier-, fünfmal vorher ..... ich weiß es nie so genau, da ich manchmal ihre Stimmen verwechsle.... und den Druck ihrer Hände.... und hier im Dunkel hinter meiner Augenbinde die Bilder, die ich mir zu diesen Stimmen, zu diesen Berührungen mache, sich ineinander schieben... oft undeutlich und verwirrend werden.
Also vier-, fünfmal, wenn ich mich nicht irrte.... was ich wusste.... Er hatte dazugelernt..... seine zitternde Unsicherheit durch unhinterfragte Selbstzufriedenheit ersetzt.
Und ich ? Immer noch angekettet.... zwischen den Beinen wundgescheuert obwohl er schnell gekommen war.... meine Pobacken, meine Brüste frisch gestriemt und im Hals noch immer das Würgen von seiner bohrenden Eichel..... ich spürte meine Wut... meinen Zorn auf ihn, auf mich selbst, dass ich mich mit so etwas zufrieden gab..... auf HW, der in seiner Ignoranz auch nicht viel besser war.... auf meine eigene Feigheit.
Da war ich also ausgezogen als mutige Entdeckerin auf meinen eigenen verborgenen Pfaden.... und ich hatte längst gefunden, was ich noch immer zu suchen vorgab..... ich hatte gegraben an den Stellen, wo ich wusste, WAS ich finden würde..... und war feige heulend davongerannt, als ich es dann vor mir sah und nicht mehr die Kraft hatte, meine Hände vors Gesicht zu schlagen.
Und dort auf dem kalten Parkett..... halb vorgebeugt, meine Hände auf dem Rücken in Handschellen.... dort tobt und schrie diese Wut in mir, die mich nicht sprachlos macht..... die meine Sprache, meine Worte zu Komplizen werden lässt..... mir meine Stimme zurückgibt.
Ich war wütend auf ihn.... dass er nicht endlich ging.... auf das ölige Tröpfeln seiner Stimme... die endlosen Variationen über seine schwiemeligen Meinungen zu Sado-Masochismus... Sex... Frauen.... und wie wahnsinnig gut er sich mit all dem auskannte..... wütend, angekettet zu sein.... Nicht schreiben zu können.... jetzt sofort...... auf irgend einem Fetzen Papier.
------------
Jetzt.
Jetzt sehe ich uns stehen, nackt, geknebelt.... Schwestern im Schmerz, höre das leise, tänzelnde Klicken der hohen Absätze, wenn das Stehen kaum noch zu ertragen ist, ich sehe unsere Hingabe, unsere Lust und unser Wissen, dass so viel tiefer geht, als IHR es je ahnen werdet.
Jetzt sehe ich Lisa und Mirjam und ihre Unbekümmertheit und ihre Geilheit und ihren Spaß und ihre Angst und ihren unbeschreiblichen Mut und dieses alles Ausprobieren und ihre Tränen, wenn sie begreifen..... und ich liebe sie dafür.
Jetzt sehe ich Katja. Die Katja der ersten Tage, die so unsicher und dann so überwältigt von den Erlebnissen war. Die mich umarmt und im wilden Tanz mitgezogen hatte.... voll wahnsinniger Freude über das, was sie entdeckt hatte. Die Katja, die heute ihrer gierigen Lust die Männer, den Schmerz, die Orgasmen gibt.... wie sie es will.... und ihr Herr nicht einmal mehr Staffage in diesem Spiel - und ich liebe sie dafür.
Jetzt konnte ich es nicht erwarten, bis Schleim und Dreck herunter geduscht waren. Jetzt bin ich hier und ich will diese Wut nicht vergessen.
-----------
abends ergänzt... Mirjams Tränen
was muss geschehen, dass ein Herr sein Sehen so erweitert, dass es weiter reicht als bis zu seiner eigenen Nasen- oder Schwanzspitze, dass er begreift, dass Intellekt und Wissen und Besitzt und Herrschaft nur eine Waagschale füllen können..... dass es so etwas wie Fürsorge, Zeit haben und Verantwortung gibt..... und dass es eine Balance nur mit beidem gibt ?
Ich weiß, ich weiß.... ich nur Sklavin, Sie Herr..... ich bin anmaßend und zornig..... Und doch sei die Frage erlaubt, wieso ein Doktortitel.... ( ja, Sie sind gemeint, mein lieber Dr. W.).... wieso ein Doktortitel so wenig Bedeutung für das praktische Leben hat ? Wieso Sie nicht erkennen können, welches Geschenk von Mirjam jeden Tag neu gegeben wird ? Sind Sie blind ? Glauben Sie wirklich, ein selbstverständliches Anrecht auf dieses Geschenk zu haben.... darauf, dass sich Mirjam Ihnen als Sklavin gibt ? Vieleicht braucht es ja auch mal eine Entscheidung, wieviel geheime Lust eine ordentlich-bürgerliche Fassade gerade noch verdecken kann ? Manchmal gibt es keinen Mittelweg..... und manchmal fordert das Leben eine Antwort.
Ja ich bin wütend. Ich sehe Mirjams Tränen und ich bin wütend.
Ich schon einmal geschrieben..... wir können unsere Obsessionen nicht ein- und ausschalten.
Wir SIND unsere Obsessionen.
Und was können wir tun? Welche geheime Formel muss gesprochen werden, damit ein Herr versteht, was es wirklich bedeutet, Sklavin zu sein..... wie sehr wir es spüren wollen.... jederzeit.... immer.... überall ? Mir ist völlig egal, wie ihr es nennt... vierundzwanzig/sieben ?... eure ganzen wunderbar akademischen Begriffe, die euch helfen sollen, uns zu verstehen..... ich nenne es SKLAVIN SEIN.
Und wie soll das gehen, wenn der Herr so fern ist ? Was, wenn er ruft und keine Sklavin mehr kommt ? Irgendwann...
Wieviel zu lange habe ich gewartet ? Soviel, dass ich fast an meiner Zerissenheit zugrunde gegangen wäre.
Ja... wir SIND unsere Obesession.
Und doch... wenn ich Katja sehe, sie höre, wenn ich ihre Scham danach sehe, wenn ich ihre Verzweiflung sehe, wenn sie wieder schwört, niemals wieder zu kommen.... und wenn sie dann doch wieder vor der Tür steht... doch wieder gepeitscht werden will... doch wieder gedemütigt werden will... schreien und weinen MUSS.
Dann frage ich mich, was das Gute von dem Bösen trennt.
Mein Tagebuch am 17.10.2007 18:00
Wieviel zu lange habe ich gewartet ?
Und warum ist es so unmöglich, dieses Gefühl zu lenken, es einzufordern von mir selbst ?
Das Wissen, richtig zu sein, keine Schuld zu tragen, ich sein zu dürfen ? Den Zorn auf die Bilder in meinem Kopf und dieses Auskotzen der Worte aus meinem Ich.

Vielleicht war es einfach diese schmierige Selbstzufriedenheit in seiner Stimme..... dieses typisch männliche Sichzurücklehnen-Ichbinfertigmitdir-Warichnichtklasse, das so völlig ohne Selbstzweifel den holzschnittartigen, eindimensional Blick auf das Geschehene in öligen Worten und selbstzufriedenem Schmatzen zusammenfasst...... das und meine plötzliche Verwunderung, wieso ich mich so schwer tat..... wieso mein Zweifeln an mir selbst, wenn jemand wie er ohne besonderes Können, ohne irgend etwas, das ihn herausheben würde aus der langen Reihe derer, die meinen, Herr zu sein, mein Dom für ein paar Stunden, ein Edelstein in der Krone der Schöpfung....... wenn nicht sogar die Krönung des Ganzen selbst...... wenn so jemand dasitzen konnte in seinem Zigarettenrauch, ohne Grübeln, ohne die Frage nach Wollen, Müssen, Können, Dürfen.... nach dem Warum ?
Er hatte mich nicht das erste Mal gehabt..... vier-, fünfmal vorher ..... ich weiß es nie so genau, da ich manchmal ihre Stimmen verwechsle.... und den Druck ihrer Hände.... und hier im Dunkel hinter meiner Augenbinde die Bilder, die ich mir zu diesen Stimmen, zu diesen Berührungen mache, sich ineinander schieben... oft undeutlich und verwirrend werden.
Also vier-, fünfmal, wenn ich mich nicht irrte.... was ich wusste.... Er hatte dazugelernt..... seine zitternde Unsicherheit durch unhinterfragte Selbstzufriedenheit ersetzt.
Und ich ? Immer noch angekettet.... zwischen den Beinen wundgescheuert obwohl er schnell gekommen war.... meine Pobacken, meine Brüste frisch gestriemt und im Hals noch immer das Würgen von seiner bohrenden Eichel..... ich spürte meine Wut... meinen Zorn auf ihn, auf mich selbst, dass ich mich mit so etwas zufrieden gab..... auf HW, der in seiner Ignoranz auch nicht viel besser war.... auf meine eigene Feigheit.
Da war ich also ausgezogen als mutige Entdeckerin auf meinen eigenen verborgenen Pfaden.... und ich hatte längst gefunden, was ich noch immer zu suchen vorgab..... ich hatte gegraben an den Stellen, wo ich wusste, WAS ich finden würde..... und war feige heulend davongerannt, als ich es dann vor mir sah und nicht mehr die Kraft hatte, meine Hände vors Gesicht zu schlagen.
Und dort auf dem kalten Parkett..... halb vorgebeugt, meine Hände auf dem Rücken in Handschellen.... dort tobt und schrie diese Wut in mir, die mich nicht sprachlos macht..... die meine Sprache, meine Worte zu Komplizen werden lässt..... mir meine Stimme zurückgibt.
Ich war wütend auf ihn.... dass er nicht endlich ging.... auf das ölige Tröpfeln seiner Stimme... die endlosen Variationen über seine schwiemeligen Meinungen zu Sado-Masochismus... Sex... Frauen.... und wie wahnsinnig gut er sich mit all dem auskannte..... wütend, angekettet zu sein.... Nicht schreiben zu können.... jetzt sofort...... auf irgend einem Fetzen Papier.
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Jetzt.
Jetzt sehe ich uns stehen, nackt, geknebelt.... Schwestern im Schmerz, höre das leise, tänzelnde Klicken der hohen Absätze, wenn das Stehen kaum noch zu ertragen ist, ich sehe unsere Hingabe, unsere Lust und unser Wissen, dass so viel tiefer geht, als IHR es je ahnen werdet.
Jetzt sehe ich Lisa und Mirjam und ihre Unbekümmertheit und ihre Geilheit und ihren Spaß und ihre Angst und ihren unbeschreiblichen Mut und dieses alles Ausprobieren und ihre Tränen, wenn sie begreifen..... und ich liebe sie dafür.
Jetzt sehe ich Katja. Die Katja der ersten Tage, die so unsicher und dann so überwältigt von den Erlebnissen war. Die mich umarmt und im wilden Tanz mitgezogen hatte.... voll wahnsinniger Freude über das, was sie entdeckt hatte. Die Katja, die heute ihrer gierigen Lust die Männer, den Schmerz, die Orgasmen gibt.... wie sie es will.... und ihr Herr nicht einmal mehr Staffage in diesem Spiel - und ich liebe sie dafür.
Jetzt konnte ich es nicht erwarten, bis Schleim und Dreck herunter geduscht waren. Jetzt bin ich hier und ich will diese Wut nicht vergessen.
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abends ergänzt... Mirjams Tränen
was muss geschehen, dass ein Herr sein Sehen so erweitert, dass es weiter reicht als bis zu seiner eigenen Nasen- oder Schwanzspitze, dass er begreift, dass Intellekt und Wissen und Besitzt und Herrschaft nur eine Waagschale füllen können..... dass es so etwas wie Fürsorge, Zeit haben und Verantwortung gibt..... und dass es eine Balance nur mit beidem gibt ?
Ich weiß, ich weiß.... ich nur Sklavin, Sie Herr..... ich bin anmaßend und zornig..... Und doch sei die Frage erlaubt, wieso ein Doktortitel.... ( ja, Sie sind gemeint, mein lieber Dr. W.).... wieso ein Doktortitel so wenig Bedeutung für das praktische Leben hat ? Wieso Sie nicht erkennen können, welches Geschenk von Mirjam jeden Tag neu gegeben wird ? Sind Sie blind ? Glauben Sie wirklich, ein selbstverständliches Anrecht auf dieses Geschenk zu haben.... darauf, dass sich Mirjam Ihnen als Sklavin gibt ? Vieleicht braucht es ja auch mal eine Entscheidung, wieviel geheime Lust eine ordentlich-bürgerliche Fassade gerade noch verdecken kann ? Manchmal gibt es keinen Mittelweg..... und manchmal fordert das Leben eine Antwort.
Ja ich bin wütend. Ich sehe Mirjams Tränen und ich bin wütend.
Ich schon einmal geschrieben..... wir können unsere Obsessionen nicht ein- und ausschalten.
Wir SIND unsere Obsessionen.
Und was können wir tun? Welche geheime Formel muss gesprochen werden, damit ein Herr versteht, was es wirklich bedeutet, Sklavin zu sein..... wie sehr wir es spüren wollen.... jederzeit.... immer.... überall ? Mir ist völlig egal, wie ihr es nennt... vierundzwanzig/sieben ?... eure ganzen wunderbar akademischen Begriffe, die euch helfen sollen, uns zu verstehen..... ich nenne es SKLAVIN SEIN.
Und wie soll das gehen, wenn der Herr so fern ist ? Was, wenn er ruft und keine Sklavin mehr kommt ? Irgendwann...
Zeitsprung zurück: 28.09.2007 08:00
Created On: 04/11/09 13:53:33
Edited By s23 On: 04/11/09 14:05:52
Edited By s23 On: 04/11/09 14:05:52
Mein Tagebuch am 28.09.2007 08:00
Vor den Spiegeln - Hinter den Spiegeln
Es ist ungerecht. Aber es stimmt. Es ist nicht die ganze Wahrheit. Aber es ist wahr.
HW hat mich behandelt, wie ich immer behandelt sein wollte.... eine Sklavin, ein Objekt in seiner Wohnung, ein Einrichtungsgegenstand. War ich deshalb glücklicher? Oder hatte ich es mir anders vorgestellt ?
Er hat mich weggegeben (was ich fast ausnahmslos in vollen Zügen genossen habe), er hat mich zur Seite geschoben, wenn eine andere Sklavin sein Interesse beanspruchte, er hat mich benutzt, wenn ihm danach war, er hat mich geliebt, wenn er Liebe brauchte. War es das Bild, was ich immer gesehen habe? Oder war es nur ein Teil des Ganzen, ein Puzzlestück von vielen ?
Ich habe mich, habe ihn, uns ....dabei beobachtet, wie Tag für Tag zwischen unseren Fingern zerrann, eine Sklavin nach der anderen ihre Angst-Schmerz-Geilheit in einen der vielen sinnreich konstruierten Knebel stöhnte ....und wie ein Spiegel, der in einer heißen, schwülen Atmosphäre mit Nebel belegt ist, bis das Bild darin undeutlich, fast nicht mehr sichtbar ist, so ist mein Bild von mir, von HW, von uns immer undeutlicher geworden, immer weniger greifbar.....
Und es war gut. Es war gut, meine eigene Eifersucht zu spüren, wenn HW Tag für Tag seine Gedanken, seine boshaften Inspiration, unübersehbar auf die eine Sklavin konzentrierte, die gerade hier ausgestellt war, eine schwer atmende, Fleisch gewordene Skulptur, mit Riemen und Eisenschellen irgendwo fixiert oder hechelnd von Geilheit und Schmerz für Stunden im Keller auf Gestelle gespannt und fremden Männern überlassen....
Und es war gut. Es war gut, Lisas Tränen zu sehen, als sie den tiefen Sinn des Wortes Sklavin langsam begriff, fassungslos darüber, ersetzbar zu sein, ein Spielzeug, achtlos zur Seite gelegt, als mit Mirjam der Reiz des Neuen die Gelüste der Herrn völlig in Anspruch nahm und ich mit Händen ihre Verzweiflung greifen konnte, die auch meine Verzweiflung war.
Und es war gut. Es war gut, mit Lisa zu reden, mit Mirjam zu reden und sogar mit Katja, die sich aus allem heraushält, die nur in kleinen homöopathischen Dosen ihre Lust hier abholt, nicht Sklavin sein will, sondern nur Spielzeug für Stunden. Ich liebe sie alle, für das was sie tun, für ihren Mut, für ihre manchmal verzweifelte Geilheit, für jedes Wort und für alles, was sie nicht ausgesprochen haben.
Sind denn nicht wir selbst die Wertvollen, das Besondere in unserem Leben und im Leben unserer Herrn? Wo sind denn die Heerscharen der Sklavinnen, die bereit sind sich zu geben, den Nacken zu beugen in Demut unter dem Befehl eines Herrn? Sind wir nicht die ganz wenigen, herausgefallen aus der Normalität der anderen, seltene Wesen aus einer Zwischenwelt, in der sich Schmerz, Lust und Selbstaufgabe zu einem Malstrom der Geilheit vermischten, der uns alle mit sich reißt und zu dem macht, was wir sind ?

Sind nicht wir die ungeschliffenen Edelsteine in der endlosen Perlenkette grauer Tage? Sehr besonders, nicht für jeden und nicht einfach zu bekommen ? .... aber das Licht in uns selbst gebrochen, nur wenn von kundigen Hand, wenn vorsichtig und umsichtig unser innerstes herausgearbeitet wird, jeden Tag von neuem, wenn wir die Hand unseres Herrn spüren, wenn wir gehalten werden, die Härte spüren, die unseren Kern bloß legt.
Ja, wir sind eure Marionetten. Wir sind Spielzeug in eurer Hand, bewegen uns, wenn an den richtigen Fäden gezogen wird, öffnen uns, weit gespreizt unsere Glieder, wenn wir euer zuckendes Fleisch in uns aufnehmen, wir stöhnen und schreien Lust und Schmerz in eure Gesichter.... weil wir Getriebene sind, Geiseln unserer eigenen Geilheit und willige Opfer eurer Fantasien. Wir geben uns hin, nicht weil wir euch gehören, weil ihr uns gekauft hättet. Wir geben uns hin, weil wir es müssen, weil es unsere Bestimmung ist, weil wir nie etwas anderes könnten..... weil wir es wollen.
Aber was ist mit uns, wenn wir allein sind, wenn die Puppenspieler in ihrer so normalen Welt die stunden- und tagelangen Spiele um Macht, Geld, Einfluss inszenieren, wenn ihre Zeit eine kostbare Währung ist, die nur noch in kleinster Münze gezahlt wird und wir achtlos zur Seite gelegt unsere stummen Tage leben ? Wo ist dann die Faust in unseren Nacken, die uns drückt, die befiehlt und fordert? Was ist Herrschaft, was ist beherrscht werden, wenn es nicht zu spüren ist in jeder Minute und an jedem Ort? Wie könnt Ihr glauben, dass eure Geilheit, die doch um so vieles gewöhnlicher ist, so viel leichter zu befriedigen.... (und ihr könnt mir glauben, wir wissen wovon wir sprechen) .... wie könnte ihr glauben, dass eure Lust auf die unterworfen Frau zu euren Füßen Maßstab sein könnte für unseren niemals endenden Taumel in Selbstaufgabe und besinnungslosen Orgasmen?
Wir können nicht einfach wechseln zwischen hier und dort, unsere Lust an- und ausschalten je nach Erfordernis und Tagesaktualitäten. Ja, das Leben auf der anderen Seite wird auch von uns gelebt.... unwillig ....und nur, wenn uns nichts anderes bleibt. Ja, ihr entschuldigt euch mit den Dingen, die getan werden müssen. Das Geld, das verdient sein will und die Pflichten, die euch rufen. Ihr rechnet die Minuten und Sekunden auf gegen unser Fordern und unsere Obsessionen und seht nie, dass diese Währung keinen Wert besitzt, wenn nur das Leben zählt.
Denn unser wirkliches Leben, UNSER Leben, das ist hier. Hinter den Spiegeln. Hier, wo unsere nachtlüsternen Träume und die Erinnerungen den Tag erobert haben. Hier, wo wir Sklavin sind in eurer Hand. Hier, wo die Wächter des Alltags uns vertreiben, wenn ihr uns nicht schützten wollt.
Vor den Spiegeln - Hinter den Spiegeln
Es ist ungerecht. Aber es stimmt. Es ist nicht die ganze Wahrheit. Aber es ist wahr.
HW hat mich behandelt, wie ich immer behandelt sein wollte.... eine Sklavin, ein Objekt in seiner Wohnung, ein Einrichtungsgegenstand. War ich deshalb glücklicher? Oder hatte ich es mir anders vorgestellt ?
Er hat mich weggegeben (was ich fast ausnahmslos in vollen Zügen genossen habe), er hat mich zur Seite geschoben, wenn eine andere Sklavin sein Interesse beanspruchte, er hat mich benutzt, wenn ihm danach war, er hat mich geliebt, wenn er Liebe brauchte. War es das Bild, was ich immer gesehen habe? Oder war es nur ein Teil des Ganzen, ein Puzzlestück von vielen ?
Ich habe mich, habe ihn, uns ....dabei beobachtet, wie Tag für Tag zwischen unseren Fingern zerrann, eine Sklavin nach der anderen ihre Angst-Schmerz-Geilheit in einen der vielen sinnreich konstruierten Knebel stöhnte ....und wie ein Spiegel, der in einer heißen, schwülen Atmosphäre mit Nebel belegt ist, bis das Bild darin undeutlich, fast nicht mehr sichtbar ist, so ist mein Bild von mir, von HW, von uns immer undeutlicher geworden, immer weniger greifbar.....
Und es war gut. Es war gut, meine eigene Eifersucht zu spüren, wenn HW Tag für Tag seine Gedanken, seine boshaften Inspiration, unübersehbar auf die eine Sklavin konzentrierte, die gerade hier ausgestellt war, eine schwer atmende, Fleisch gewordene Skulptur, mit Riemen und Eisenschellen irgendwo fixiert oder hechelnd von Geilheit und Schmerz für Stunden im Keller auf Gestelle gespannt und fremden Männern überlassen....
Und es war gut. Es war gut, Lisas Tränen zu sehen, als sie den tiefen Sinn des Wortes Sklavin langsam begriff, fassungslos darüber, ersetzbar zu sein, ein Spielzeug, achtlos zur Seite gelegt, als mit Mirjam der Reiz des Neuen die Gelüste der Herrn völlig in Anspruch nahm und ich mit Händen ihre Verzweiflung greifen konnte, die auch meine Verzweiflung war.
Und es war gut. Es war gut, mit Lisa zu reden, mit Mirjam zu reden und sogar mit Katja, die sich aus allem heraushält, die nur in kleinen homöopathischen Dosen ihre Lust hier abholt, nicht Sklavin sein will, sondern nur Spielzeug für Stunden. Ich liebe sie alle, für das was sie tun, für ihren Mut, für ihre manchmal verzweifelte Geilheit, für jedes Wort und für alles, was sie nicht ausgesprochen haben.
Sind denn nicht wir selbst die Wertvollen, das Besondere in unserem Leben und im Leben unserer Herrn? Wo sind denn die Heerscharen der Sklavinnen, die bereit sind sich zu geben, den Nacken zu beugen in Demut unter dem Befehl eines Herrn? Sind wir nicht die ganz wenigen, herausgefallen aus der Normalität der anderen, seltene Wesen aus einer Zwischenwelt, in der sich Schmerz, Lust und Selbstaufgabe zu einem Malstrom der Geilheit vermischten, der uns alle mit sich reißt und zu dem macht, was wir sind ?

Sind nicht wir die ungeschliffenen Edelsteine in der endlosen Perlenkette grauer Tage? Sehr besonders, nicht für jeden und nicht einfach zu bekommen ? .... aber das Licht in uns selbst gebrochen, nur wenn von kundigen Hand, wenn vorsichtig und umsichtig unser innerstes herausgearbeitet wird, jeden Tag von neuem, wenn wir die Hand unseres Herrn spüren, wenn wir gehalten werden, die Härte spüren, die unseren Kern bloß legt.
Ja, wir sind eure Marionetten. Wir sind Spielzeug in eurer Hand, bewegen uns, wenn an den richtigen Fäden gezogen wird, öffnen uns, weit gespreizt unsere Glieder, wenn wir euer zuckendes Fleisch in uns aufnehmen, wir stöhnen und schreien Lust und Schmerz in eure Gesichter.... weil wir Getriebene sind, Geiseln unserer eigenen Geilheit und willige Opfer eurer Fantasien. Wir geben uns hin, nicht weil wir euch gehören, weil ihr uns gekauft hättet. Wir geben uns hin, weil wir es müssen, weil es unsere Bestimmung ist, weil wir nie etwas anderes könnten..... weil wir es wollen.
Aber was ist mit uns, wenn wir allein sind, wenn die Puppenspieler in ihrer so normalen Welt die stunden- und tagelangen Spiele um Macht, Geld, Einfluss inszenieren, wenn ihre Zeit eine kostbare Währung ist, die nur noch in kleinster Münze gezahlt wird und wir achtlos zur Seite gelegt unsere stummen Tage leben ? Wo ist dann die Faust in unseren Nacken, die uns drückt, die befiehlt und fordert? Was ist Herrschaft, was ist beherrscht werden, wenn es nicht zu spüren ist in jeder Minute und an jedem Ort? Wie könnt Ihr glauben, dass eure Geilheit, die doch um so vieles gewöhnlicher ist, so viel leichter zu befriedigen.... (und ihr könnt mir glauben, wir wissen wovon wir sprechen) .... wie könnte ihr glauben, dass eure Lust auf die unterworfen Frau zu euren Füßen Maßstab sein könnte für unseren niemals endenden Taumel in Selbstaufgabe und besinnungslosen Orgasmen?
Wir können nicht einfach wechseln zwischen hier und dort, unsere Lust an- und ausschalten je nach Erfordernis und Tagesaktualitäten. Ja, das Leben auf der anderen Seite wird auch von uns gelebt.... unwillig ....und nur, wenn uns nichts anderes bleibt. Ja, ihr entschuldigt euch mit den Dingen, die getan werden müssen. Das Geld, das verdient sein will und die Pflichten, die euch rufen. Ihr rechnet die Minuten und Sekunden auf gegen unser Fordern und unsere Obsessionen und seht nie, dass diese Währung keinen Wert besitzt, wenn nur das Leben zählt.
Denn unser wirkliches Leben, UNSER Leben, das ist hier. Hinter den Spiegeln. Hier, wo unsere nachtlüsternen Träume und die Erinnerungen den Tag erobert haben. Hier, wo wir Sklavin sind in eurer Hand. Hier, wo die Wächter des Alltags uns vertreiben, wenn ihr uns nicht schützten wollt.
Mein Neid... kein Neid
Created On: 04/11/09 13:44:38
2009 : Kein Neid
Ich sehe mein Leben. Ich sehe ihr Leben. Ich sehe, wer ich bin... wer ich jetzt sein darf. Ich sehe, wie mein Schmerz meine Geilheit geworden ist... ohne dass ich mich länger dafür bestrafen muss.
Ich wünschte mir so oft... es einfach zu haben... nicht soviel Leid in mir tragen zu müssen. Ich wünschte mir meine Lust ohne die Bestrafung zu finden.
Das war mein Neid .... auf die anderen.
Heute verspüre ich keinen Neid mehr. Nur mich.
2007 : Mein Neid
Es gibt diese Nächte, in denen mein gehetzter Geist mir den Schlaf verwehrt, in denen die Fülle der Bilder in meinem Kopf mich schier ertrinken lässt, in denen der Geruch von HW aus meinen Körperöffnungen sickert, aus allen meinen Poren strömen, weil er sich kaum dass wir allein waren, sich meiner versichert hat, diese Nächte, wenn es auf das warum mehr als tausend Antworten gibt und doch alle tausend nicht eines dieser Bilder aufwiegen können, wenn nicht tausend und noch mehr als tausend Antworten nicht einen meiner Striemen, nicht einen blauen Flecks, keine einzige Schramme an Wert erreichen.
Es gibt diese Nächte, in denen ich die Mails lesen von denen die ich nicht kenne, die offensichtlich mich kennen, die sich für etwas bedanken, bei dem ich doch nur blindes Objekt gewesen bin, ohne sie zu sehen, nur ein Gefäß für meinen Schmerz und ihre Lust, diese Nächte, in denen ich in andere Leben schaue und mich frage, wie das geht, wie man/frau so leben kann, so ganz banal und alltäglich, ganz ohne die Atemlosigkeit der eigenen Entgrenzung die Tage zu durchschreiten und ich habe den Neid in mir auf diese einfachen Leben, auf dieses Sein ohne das komplizierte Durcheinander in meinem Kopf, ohne die blutigen Finger, wenn ich Tag um Tag die Mauern um mich herum abtragen will.
Ich sehe diese Leben, wenn ich daheim bin, wenn ich in ihren Häuschen vorbei laufe, schmuck eingerahmt von den sauber getrimmten Rasenflächen, ein paar hübsch zurecht gemachte Kinder mitten darauf festgeschraubt (den Buben aber bitte zuerst, wenn es denn möglich ist), das blank geputzte Auto in der Einfahrt und auf der Straße der Zweitwagen für die Frau (kleiner natürlich und gebraucht gekauft, als sie wieder arbeiten gehen konnte) und ich frage mich, welcher Makel an mir ist, welche Sünden aus früheren Leben ich zu büßen habe, dass ich so nicht leben kann, dass mir nur der Neid bleibt auf ihre Unbedarftheit, mein Neid auf ihre Zufriedenheit mit den Brosamen in ihrer Hand, auf dieses völlige Fehlen nach Sehnsucht, mein Neid darauf, so ein Leben leben zu können ohne wahnsinnig zu werden in diesen Normalitäten, mein Neid auf ihr Leben in diesen engen Grenzen, in diesen täglichen Wiederholungen, in diesen vorhersehbaren Alltäglichkeit.
Es gibt diese Nächte, in denen ich meine Augen nicht öffnen will, nicht sehen, nicht wissen will vom zähklebrigen Todleben in den Neubaugebieten, dass ich sonst so verachte. Es gibt diese Nächte, in denen ich den Neid ganz auskoste und mich selbst bedauere für meine Unmöglichkeit, in so ein Leben hineinzufinden.
Ich sehe mein Leben. Ich sehe ihr Leben. Ich sehe, wer ich bin... wer ich jetzt sein darf. Ich sehe, wie mein Schmerz meine Geilheit geworden ist... ohne dass ich mich länger dafür bestrafen muss.
Ich wünschte mir so oft... es einfach zu haben... nicht soviel Leid in mir tragen zu müssen. Ich wünschte mir meine Lust ohne die Bestrafung zu finden.
Das war mein Neid .... auf die anderen.
Heute verspüre ich keinen Neid mehr. Nur mich.
2007 : Mein Neid
Es gibt diese Nächte, in denen mein gehetzter Geist mir den Schlaf verwehrt, in denen die Fülle der Bilder in meinem Kopf mich schier ertrinken lässt, in denen der Geruch von HW aus meinen Körperöffnungen sickert, aus allen meinen Poren strömen, weil er sich kaum dass wir allein waren, sich meiner versichert hat, diese Nächte, wenn es auf das warum mehr als tausend Antworten gibt und doch alle tausend nicht eines dieser Bilder aufwiegen können, wenn nicht tausend und noch mehr als tausend Antworten nicht einen meiner Striemen, nicht einen blauen Flecks, keine einzige Schramme an Wert erreichen.
Es gibt diese Nächte, in denen ich die Mails lesen von denen die ich nicht kenne, die offensichtlich mich kennen, die sich für etwas bedanken, bei dem ich doch nur blindes Objekt gewesen bin, ohne sie zu sehen, nur ein Gefäß für meinen Schmerz und ihre Lust, diese Nächte, in denen ich in andere Leben schaue und mich frage, wie das geht, wie man/frau so leben kann, so ganz banal und alltäglich, ganz ohne die Atemlosigkeit der eigenen Entgrenzung die Tage zu durchschreiten und ich habe den Neid in mir auf diese einfachen Leben, auf dieses Sein ohne das komplizierte Durcheinander in meinem Kopf, ohne die blutigen Finger, wenn ich Tag um Tag die Mauern um mich herum abtragen will.
Ich sehe diese Leben, wenn ich daheim bin, wenn ich in ihren Häuschen vorbei laufe, schmuck eingerahmt von den sauber getrimmten Rasenflächen, ein paar hübsch zurecht gemachte Kinder mitten darauf festgeschraubt (den Buben aber bitte zuerst, wenn es denn möglich ist), das blank geputzte Auto in der Einfahrt und auf der Straße der Zweitwagen für die Frau (kleiner natürlich und gebraucht gekauft, als sie wieder arbeiten gehen konnte) und ich frage mich, welcher Makel an mir ist, welche Sünden aus früheren Leben ich zu büßen habe, dass ich so nicht leben kann, dass mir nur der Neid bleibt auf ihre Unbedarftheit, mein Neid auf ihre Zufriedenheit mit den Brosamen in ihrer Hand, auf dieses völlige Fehlen nach Sehnsucht, mein Neid darauf, so ein Leben leben zu können ohne wahnsinnig zu werden in diesen Normalitäten, mein Neid auf ihr Leben in diesen engen Grenzen, in diesen täglichen Wiederholungen, in diesen vorhersehbaren Alltäglichkeit.
Es gibt diese Nächte, in denen ich meine Augen nicht öffnen will, nicht sehen, nicht wissen will vom zähklebrigen Todleben in den Neubaugebieten, dass ich sonst so verachte. Es gibt diese Nächte, in denen ich den Neid ganz auskoste und mich selbst bedauere für meine Unmöglichkeit, in so ein Leben hineinzufinden.
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My messages
| Twitter ist wie ein Wurmfortsatz meines Kopfinnenraums ... wenn ich meine Tweets aus dem Kopf heraus senden könnte... welche Kakophonie wüster Bilder und Gedanken ! Ich versuche meine Puppenlandgedanken zu bändigen... 2009..... ich nehme meine Worte und schneide... biege... breche sie, bis sie zu meinem Jetzt passen: Ich bin heute Sklavin... so viel mehr als je gedacht. 2009..... Puppe werden Sklavin sein.... Meinem Herrn gehören. Real. Ganz und gar. Von ihm beringt worden. Meine Brüste, meine Schamlippen. Von ihm tätowiert worden. Das Wort "Sklavin" für immer in meine Haut geschrieben. Über meinem Po. Über meiner Vagina. Von ihm geschlagen werden. Jeden Tag. Von ihm benutzt werden. Jeden Tag. Von ihm gedehmütigt werden. Jeden tag. Von ihm an fremde Männer verliehen werden. Wieder... und wieder .... und wieder..... ihr Fleisch in mir zu spüren... in meinem After.... in meinem Mund..... in meiner Vagina.. Sklavin sein... und doch nicht genug..... für mich. 2009.... Puppe werden. Blind sein... taub sein... stumm sein... Spielzeug werden... Objekt... nicht mehr ich selbst... Hier stehe ich heute und will es genau so.
( Les Ciels )
Die Reise horche auf das Strömen der Zeit, meine Gedanken zu formen, geformt zu werden, schaue auf die Bewegungen um mich und bin nie da, wo meine Träume mich sehen. Ich sehe mein Leben und will schreien. Ich brauche beides... das Versinken in Worten ...das Versinken in Schmerz |
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