Debris-X
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Soumise
Femme
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polyamour
  • Couple dominateur
  • Dominateur
expérience considérable (24/7,TPE,DEBRIS)
170 - 180 cm
50 - 60 kg
entièrement
Tatouage, Piercing

Journal


Zeitsprung zurück: 30.05.2004 22:37

Created On: 15/10/09 10:30:03
24/7 ist wahr. aber nicht immer, nicht für immer?


Ich habe es fast in den Händen gehalten, aber die Suche, das Sehnen und Streben danach hat mich fast getötet.

Ich habe es fast in den Händen gehalten, schon damals. Ich bin daran fast zerbrochen, ich habe eine unmenschliche Gier danach gespürt, die Wie Feuer gebrannt hat.

Ich spüre sie wieder. Bin wieder weiblicher Ikarus nahe der Sonne. Will wieder mehr. Will wieder dressiert werden, abgerichtet, will hinter den Spiegeln ganz verschwinden, will meine Abenteuer nicht suchen, sondern ein Abenteuer leben.

Ich will 24/7, debris, Sklavin, Puppe sein.


Mein Tagebuch 30.05.2004 22:37

vergeblichkeiten

vielleicht ist es ja wie mit apneo-tauchern, die nach jahrelangem training die eigenen grenzen, die angst vor der tiefe, den unwillkürlichen drang nach luft zu schnappen, die lunge mit frischem sauerstoff zu füllen, längst überwunden, wenn sie sich an der leine hinabtasten in die tiefe schwärze des ozeans und trotzdem nie fisch werden, immer verbunden mit dem land, söhne und töchter des festen grundes, nur zu gast, schauspieler und zuschauer zugleich, mobiles in mobile und trotzdem jedesmal zurückkehren müssen an die oberfläche, das gesicht der sonne entgegengewandt, ihre körper zurückziehen an land, das meer nie lassend könnend, nie vergessend, voller sehnsucht danach, fischgleich zu sein, die herkunft als erdgeborene verleugnend, bei jedem scheitern wieder und wieder zu erfahren, dass dies tun vergeblich ist.

vielleicht ist es so, wenn ich wie ein weiblicher ikarus zu nahe der sonne, über tage, wochen, monate hin von meinen schwingen getragen, von günstigen winden emporgehoben, doch am ende abstürzen muss, zurück in die alltaglichkeit, in das normale, in den alltag, der mich so gleich macht mit allen anderen frauen und mich so weit entfernt von dem, was ich eigentlich sein möchte.

sklavin, unterworfene, opfer und objekt sein - doch nie ganz, nie für immer.

es macht mich rasend, H. vor mir zu sehen, dieses spöttische lachen im gesicht, wenn er vorschlägt, doch einfach alles zu vergessen, hinauszugehen an die sonne, an den fluss, die füsse ins wasser zu halten und natürlich nur für ein paar stunden nicht herr und sklavin zu sein, sondern einfach mann und frau, zu geniessen, die sonne zu spüren und sich ganz der wohligen schläfrigkeit eines warmen sommertages hinzugeben.

und dann in mir die zwei stimmen, von denen eine genau diese leichtigkeit atmen möchte, die mich bedrängt, einfach nur frau zu sein, meine seele in der sommerlichen luftigkeit mitschwingen zu lassen, während die andere stimme mich antreibt, zornig auf den boden zu stampfen und einzutreiben, was ich auch will, hinauszugehen, aber nackt in highheels, die hände gefesselt, ein halsband und an der leine geführt, gleichzeitig wissend wie lächerlich diese vorstellung ist und selbstverständlich nicht die geringste chance, so etwas umzusetzen.

und vielleicht deshalb dieser zorn, weil ich weiss, dass es nicht dabei bleibt, weil ich mit jeder faser meines körpers spüre, dass H. manchmal etwas anderes will, nicht mich besitzen, sondern mit mir geniessen, sich treiben lassen ohne ziel und ohne den pathos, der sonst jede minute unseres zusammenseins veredelt, weil ich dann spüre, wie die inszenierung unseres lebens entgleitet, gewöhnlich wird.

und vielleicht hat H. recht. es geht nicht immer, es geht nicht überall und es geht nicht immer auf die gleiche weise. dinge müssen wachsen, manchmal muss man einen schritt zurückmachen und manchmal braucht es einfach ein tiefes atemholen um den nächsten schritt zu tun. vielleicht ist es wirklich so. vielleicht bin ich taucherin mein leben lang, kaum noch verbunden dem festen grund, ganz hingegeben der unergründlichen tiefe unter mir und vielleicht muss ich akzeptieren, niemals diesen grund zu erreichen, vielleicht ihn einmal mit den fingerspitzen berühren, um dann wieder aufzutauchen in mein normales leben, vielleicht wird das immer nur die suche nach diesem einen moment sein, ohne jemals in dem aufgehen zu können was meine seele so sehr wünscht.

24/7 ist wahr. aber nicht immer, nicht für immer?

Zeitsprung zurück: 27.04.2004 22:02

Created On: 15/10/09 10:05:22
Wow !
wir sind die nachtschwarze besetzung unseres eigenen narrenschiffs, wir tanzen auf unseres eigenen messers schneide, stets bedroht vom absturz...


Wenn ich schreibe... dann lese ich danach... dann finde ich es banal... peinlich.... weit entfernt von dem, was ich eigentlich sagen will. Oft sosehr, dass ich es nicht mehr lesen mag.

Dies jetzt zu lesen, zu wissen, wie nah ich an dem war was dann so böse, so verletzend, so todesnah kommen sollte....

Es kommt mir vor, als habe eine fremde dies Geschrieben, so sehr freue ich mich.


Mein Tagebuch am 27.04.2004 22:02
der kern ist dies gefühl, wie einen endlos hohen berg zu besteigen, sich zu überwinden, gross und stark zu werden in dem moment, wo man sich brechen lässt, sich zum opfer macht, eine rolle spielt, ein leben annimmt, die lust und erregung, die anderen nur minuten oder stundenweise geniessen können, auf den ganzen tag auszudehnen.

24 stunden dies vibrieren spüren zu können, aufgehen in dieser erregung, erlösung zu finden, nicht nur in den augenblicken höchster lust, sondern schon auf dem weg dort hin, wenn das, was eigentlich nur fiebrige fantasie ist, in dem moment, wo meine fingerspitzen zwischen den schenkeln früher ihr werk verrichteten, meine schamlippen schauern liessen, meine vagina in ihrem tiefsten innern in in konvulsisch zuckungen versetzte, bis sich das werk meiner fingerspitzen auf meine zitternde klitoris konzentrierte und ich mir selber in enem orgasmus erlösung schenkte.

diese geilheit, die längst den zugriff von perversion und krankhaftigkeit entzogen ist und selbstverständliches teil meiner selbst geworden ist, lebensnerv an dem ich mich durch die tage schleiche, es ist wildes, erregendes spiel geworden mit klaren regeln und rollen und trotzdem auch auseinandersetzung zwischen zweien, der immerwährende versuch, wer hält durch, wie james dean an der klippe, wer springt als erstes, wer verpasst den absprung und wen reisst es mit hinab in den abgrund.

dieses spiel, bis zum exzess getrieben, niemals zurück weichen zu wollen und wenn das spiel bis zu einem höhepunkt getrieben ist, an dem die kristalllene klarheit der geschehnisse, des bildes von einem selbst nicht mehr zu steigern ist und geilheit, lust, erotik, das bild unserer nackten körper, das heisse fleisch, besudelt mit unseren körpersäften, in einander verbissen wie wilde, käümpfende pferde, dann das sich in den arm nehmen, stolz auf sich sein, erfüllt von unendlicher liebe von dem sich nie mehr lassen wollen, voll lust auf immer mehr und immer weiter, ineinander zerfliessen und zwei pole zu sein, zu einem, das längst nicht mehr zu trennen und ein gemeinsames ganzes geworden ist. wir lieben uns.

wir sind die nachtschwarze besetzung unseres eigenen narrenschiffs, wir tanzen auf unseres eigenen messers schneide, stets bedroht vom absturz, schmerz und verletzung und stets belohnt vo dem, was wir uns gegenseitig geben, das kein anderer geben oder nehmen kann, das wir nur wir verstehen, wenn wir tief in unseres inneres spüren und die übereinstimmung sehen und begreifen können....

Zeitsprung 2

Created On: 07/10/09 17:13:45
Geschrieben vor 5 1/2 Jahren. oje.... was für eine Verwirrung beim Lesen.... damals war das eine nicht soooo lange Zeit, bis alles mögliche, was mir geil und unabdingbar schien, dem Alltag geopfert wurde.

Latex, Plugs, Knebel.... im Bett ? jeden Abend ?.... nein schon lange nicht mehr...

wenn ich es will... wenn HW ärgerlich ist.... mich strafen will... dann ja.

wann habe ich das letzte Mal mit High Heels geschlafen ? ...angekettet im Grünen Zimmer ? Letzte Woche.
....im Bett ? es muss ewig her sein....

.....................
29.März 2004:

der tagesablauf, inzwischen als vierter versuch. zu banal und kalt waren mir die worte, die ich bisher geschrieben hatte. keine spur von der erregung, von der permanent mitschwingenden lust, die mich diese dinge tun lässt, von denen ich früher nicht einmal im traum geahnt hätte, dass sie eines tages besitz von mir und meiner seele ergreifen könnten.


aufwachen, ja, und aufstehen, natürlich. aber kein aufstehen wie vor urzeiten einmal, sondern das aufschlagen der augen, das spüren der kette an meinem halsband , das wissen, mich kaum halb erheben zu können, solange wie h. nicht das schloss an der wand öffnet und mir das aufstehen erlaubt. bis zu dem moment, wo ich seine hand spüre, das leise klicken des schlosses, wenn es geöffnet wird und - wie immer überwältigend – die auf mich einstürzenden gerüche, die geräusche und das spüren.

solange meine augen verbunden sind und meine sinne sich auf dieses wenige an wahrnehmung konzentrieren. das elektrische knistern der nylons, wenn meine schenkel aneinander reiben, der taube schmerz in den füssen, wenn sie von den fest verschnürten stiefeletten auf highheeltaugliche höhe gestreckt wurden oder mein überquellender schweiß, der sich mit dem fast atemberaubendem geruch des latex mischt...........plugs oder knebel in meinen körperöffnungen oder das taube gefühl in den armen, wenn meine hände auf den rücken gefesselt waren. wie eine lawine brechen in dem moment des erwachens diese eindrücke auf mich herab und betäuben mein denken.

analytischer verstand, gepaart mit spontanität und durchsetzungswillen – eine macherin – so hatte h. mich einmal beschrieben . eine beschreibung, die mir, wie ich gerne zugebe, nur zu gut gefällt. und dann dieses erwachen. keine klaren gedanken mehr fassen, nur spüren, riechen, schmecken und auf die kleinsten geräusche lauschen, immer in der hoffnung, h. möge mich zwischen den schenkeln berühren, möge meinen klit drücken, meine blankrasierten schamlippen streicheln oder möge mir erlauben, mich dort selbst zu berühren. keine analyse, keine klaren gedanken, nur lust, brennende lust zwischen meinen schenkeln und das gierige verlangen nach mehr. nach der vibrierenden geilheit tief in meinem innern und nach der endlichen erlösung, wenn mein klit aufgesteilt sich den kleinsten berührungen entgegen wirft und wahnsinnige elektrische impulse in meinen unterleib sendet.

und danach der alltag. eilig, denn es ist spät, immer zu spät, nie genug zeit, so schnell es geht also unter die dusche, alles frisch rasiert, so wie h. es mir schon gleich am anfang gezeigt hatte, nägel und haare, danach die küche. das frühstück auf den tisch, alles schnell, hektisch, in eile, denn die zeit reicht natürlich nie. und immer in erwartung seiner launen. nie wissend, ob auch ich frühstücken darf, ob es einen kaffee für mich gibt, wann ich mich anziehen darf und ob ich pünktlich im büro ankomme. auf der fahrt die üblichen blicke in den rückspiegel, mich vergewissernd, dass man nichts sieht, keine spur vom abend davor oder von der langen nacht, keine abdrücke des halsbandes auf meinem hals oder ein schal, eng um den hals gelegt, um diese zu verdecken. unzählige male der blick hinab an meinem körper, dass die piercings der brustwarzen sich nicht wieder durch den stoff drücken und vorsichtshalber immer wieder einmal die jacke einen knopf höher geschlossen , um dumme fragen oder seltsame blicke zu vermeiden.

während des tages die übliche anspannung aus kundengesprächen, verhandlungen, immer auf tempo hundert, nie nachgeben, den verstand überreizt, immer schneller und immer mehr und bei jedem klingeln des telefons der kalte schauer im nacken beim gedanken „vielleicht ist er es" und trägt auf, fordert, verlangt, stellt eine probe, jetzt, sofort ohne dass isch das recht hätte , abzuwiegeln, auf meine arbeit zu verweisen, die aufgabe auf später zu verschieben.

die mittage immer wieder anders, mal allein, mal mit ihm oder einfach eine sms mit einer adresse und einer uhrzeit und meine schnelle entschuldigung, dass ich heute mittag schon was vorhabe, die blicke der anderen, die sowieso denken, dass ich mir von h. zuviel gefallen lasse ohne auch nur im geringsten zu ahnen, was es wirklich ist.

dann am abend das eintauchen in meine andere rolle ganz und gar, keine reste des tages in mir, wie eine zwiebel gehäutet, wie eine schlange, die abend für abend ihre haut abstreift und pures fleisch wird. zugleich subjekt und objekt ihres eigenen lebens. es gehört dazu, dass ich früher wieder zurück bin als h. , die sachen anziehe, die er mir zurecht gelegt hat oder auch ganz nackt, reduziert auf mein fleisch, meine haut meine dienste erledige, ehe er dann kommt, den einkauf dabei oder in begleitung, der dann die sklavin zum fraß, zur benutzung, zur restlosen vertilgung vorgeworfen wird, bis sie wimmern vor lust in ihrem eigenen orkus verschwindet, die haut von striemen gezeichnet oder von den kleinen punkten der gezahnten klammern oder geschlechte und brust von wachs versiegelt, den körper geknebelt zusammengeschnürt und wie ein rohes stück fleisch in die ecke gehängt. oder natürlich die harmlose variante. als brave deutsche ehefrau den haushalt zu machen, nicht ganz so brav in highheels und halterlosen strümpfen oder latex, so wie es dem herrn gemahl, dem herrn und meister gefällt, als bügel-, saubermach-, badputz-, wie millionen andere frauen auch-sklavin dafür zu sorgen, dass nicht alles in dreck und chaos versinkt, eh ich dann meine letzten worte in den computer versenke, die kette meinen platz für die nacht bestimmt und die wünsche meines herrn, bequemlichkeit oder qual der nacht.

meine präferenzen? ich weiss es nicht. wirklich nicht. die erregung, die lust, die erlösung umsogrößer je mehr der schmerz, je mehr die demütigung, je fremder der, der über mich bestimmt und meine lust alltäglich, normal, wenn nichts, was ich nicht ertragen könnte auf mich wartet.ich weiss es nicht, wirklich.

Zeitsprung 1

Created On: 07/10/09 17:01:11
Edited By s23 On: 07/10/09 17:04:39
Das habe ich am 28.März 2004 geschrieben. 5 1/2 Jahre !!!

Was seitdem alles geschehen ist: Ich habe mich in meinem Schmerz, meiner Geilheit fast verloren. Ich war auf dem besten Weg ein willenloses Stück Fickfleisch zu werden... etwas, das geschlagen und benutzt wir. Ich war so naiv damals und so voller Illusionen.... die mich fast umgebracht haben.

Ich habe mir meine Seele aus dem Leib gekotzt und war so zittrig beim Gedanken an den nächsten Schwanz in meinem Mund... meinem Hinterloch... meiner Vagina... dass ich fast nicht mehr klar denken konnte.

Ich habe mich schlagen lassen, bis mein Blut meine Schnkel hinablief und sich mit meinem Vaginasaft vermischte.....

.... und ich bin wieder aufgestanden... habe mich neu entdeckt... habe mit HWs Hilfe einen Weg gefunden, Sklavin zu sein... mich schlagen zu lassen... benutzen zu lassen.... und mich nicht wieder zu verlieren.

......................

28.März 2004:

ich sitze jetzt schon eine halbe stunde vor dem bildschirm und frage mich verzweifelt, wie ich einen anfang finden soll für das, was so neu und ungewohnt ist und mich an die schlimmsten stunden meiner schulzeit erinnert und wenn mich h. nicht schon zweimal mißbilligend angeschaut hätte, wer weiss, ob ich jetzt angefangen hätte.

wie soll man etwas schreiben, das sich in wenige worte und ein paar sätze packen lässt und trotzdem weit darüber hinaus geht und eigentlich nur in gefühle und gedanken zu fassen ist und nicht in spröden worten, die sich schon immer meinem zugriff entzogen haben.
wenn ich die sätze und wörter überfliege, die gerade eben auf dem bildschirm erschienen sind, ist es mir beruhigende gewissheit und zugleich ausdruck der ausichtslosigkeit dieses unterfangens zu wissen, der anfang ist immer das schwerste. wie schon gesagt, die schlimmsten stunden meiner schulzeit, vor einem leeren blatt zu sitzen, etwas schreiben zu müssen, eigentlich zu wissen, was auf dieses papier gehört und trotzdem nicht die richtigen worte zu finden, die die fülle dessen, was man eigentlich zu sagen hätte, eingedampft, reduziert und allem überflüssigem beraubt, das beschreibt, was andere von einem erwarten.

also zum einem, es ist ein spiel: es gibt regeln in diesem spiel, es gibt verschieden mitspieler, wenn auch einige dieser mitspieler gleichzeitig die funktion des schiedrichters übernehmen, strafen, auszeiten und platzverweise erteilen. und doch ist es dieses spiel, das wie ein roter faden die tage miteinander verbindet, bis sie aufgereiht wie auf einer perlenkette einander bis zum verwechseln gleichen und doch jeder tag für sich neu und unverwechselbar ist, bis das spiel mein leben geworden ist, umfassend, alles bestimmend, mich mitreissend.

h. sagt, natürlich ist es ein spiel, denn man kann jederzeit aufhören, kann sich auf die regeln berufen und kann erwarten, dass regeln eingehalten und nicht ohne absprache geändert werden - aber h. sagt auch, es ist kein spiel, denn es ist das leben, es ist das, was mich umgibt, was mich einhüllt und mich durchdringt. ich bin mir in diesen momenten jedesmal unsicher, was es für IHN ist, ob es wirklich nur fiktion ist, die regeln, die schon so oft geändert irgendwann einmal endgültig und unverrückbar sein werden oder ob dies immer so sein wird, immer die unsicherheit, was es ihm wirklich bedeutet. und wenn ich mir die frage stelle, ob ich wirklich spielerin bin oder ob es nicht inzwischen viel mehr geworden ist, wird mir bewusst, dass es eigentlich kein spiel ist denn spielerin sein heisst, auf das ende hinfiebern, ein ergebnis sehen wollen, an das nächste spiel denken, an eine revanche, an eine wiederholung und nicht wie bei uns das spiel in die länge ziehen, ein ende niemals erwartend. immer weiter die stunden, die tage in die länge ziehen bis das, was eigentlich ein spiel sein soll den ganzen tag bestimmt und keinen raum lässt für dinge außerhalb des spiels.

nein, es ist kein spiel. es ist das leben. es ist mein leben. ich werde versuchen, darüber zu schreiben. ich werde versuchen, meine gedanken und gefühle zu schildern. ich werde versuchen, nichts wegzulassen, nichts hinzuzufügen. ich werde versuchen, eine lust, meine hingabe, meine angst aufzuschreiben. ich werde versuchen, sklavin zu sein, zu werden, meine rolle zu verinnerlichen und mich zu offenbaren, so wie h. es verlangt. ich werde versuchen, mich dabei nicht aufzugeben. ich werde versuchen, mir meinen stolz zu bewahren, mir stets bewusst zu sein, wer ich bin und dass es meine freie entscheidung ist, diese rolle anzunehmen.

ich habe mich an so vieles gewöhnt. meine piercings, meine tattoos, das wissen, einem anderen menschen zu gehören, das gefühl, meine entscheidungen mehr und mehr von anderen treffen zu lassen und mich diesen entscheidungen zu unterwerfen und ich werde mich auch daran gewöhnen, gedanken und gefühle wie die 24stündigen schwingungen eines ganzen tages aufzufangen und in worte zu gießen und keine letzte schutzhülle zulegen, um mich und die lust, die mich antreibt, um mich zu verbergen vor den blicken derer, die mich umgeben.

wie gesagt, ich werde versuchen, es zu tun.

Ein neuer Anlauf. Grrr. TvH ich würge dich...

Created On: 15/09/09 11:21:27
Ich suche zusammen, was nicht oder doch zusammen gehört. Einiges wird neu sein..... anderes schon gelesen.

Ich werde das geschriebene neu lesen..... wenn mein Blick heute ein anderer geworden ist, werde ich das Bild, das ich früher vor mir sah ...übermalen.

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Twitter ist wie ein Wurmfortsatz meines Kopfinnenraums ... wenn ich meine Tweets aus dem Kopf heraus senden könnte... welche Kakophonie wüster Bilder und Gedanken !

Ich versuche meine Puppenlandgedanken zu bändigen...


2009..... ich nehme meine Worte und schneide... biege... breche sie, bis sie zu meinem Jetzt passen:

Ich bin heute Sklavin... so viel mehr als je gedacht.

2009..... Puppe werden

Sklavin sein.... Meinem Herrn gehören. Real. Ganz und gar.

Von ihm beringt worden. Meine Brüste, meine Schamlippen.

Von ihm tätowiert worden. Das Wort "Sklavin" für immer in meine Haut geschrieben. Über meinem Po. Über meiner Vagina.

Von ihm geschlagen werden. Jeden Tag.
Von ihm benutzt werden. Jeden Tag.
Von ihm gedehmütigt werden. Jeden tag.

Von ihm an fremde Männer verliehen werden. Wieder... und wieder .... und wieder..... ihr Fleisch in mir zu spüren... in meinem After.... in meinem Mund..... in meiner Vagina..

Sklavin sein... und doch nicht genug..... für mich.

2009.... Puppe werden. Blind sein... taub sein... stumm sein... Spielzeug werden... Objekt... nicht mehr ich selbst...

Hier stehe ich heute

und will es genau so.


leciel

( Les Ciels )

nimm mein halbleben, mein atmen zwischen nacht und jetzt
nimm jedes zittern und meinen herzschlag so todverletzt

müßt ich sonst über wolken fliehen! zu den monden so weit
und trüge mein schweigsiegel aus kindangst -verloren in zeit

bitte ! nimm mein träumen, mit aller erinnerung benetzt
mein taumeln unter himmeln zwischen nacht und jetzt




wunderwunderwunderbar

Die Reise
( L'écume des jours )

So gehe ich durch meine Tage,

horche auf das Strömen der Zeit,

meine Gedanken zu formen,

geformt zu werden,

schaue auf die Bewegungen um mich

und bin nie da, wo meine Träume mich sehen.

Ich sehe mein Leben und will schreien.





Ich brauche beides... das Versinken in Worten ...das Versinken in Schmerz




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